Schweizer Filmprojekt bricht Rekorde im Crowdfinancing

Im Filmbusiness bahnt sich eine Revolution an und ihre Anführerin ist eine rachsüchtige Version der Kinderbuchfigur Heidi. Das Schweizer Filmprojekt MAD HEIDI generiert den Rekordbetrag von über 1 Million Schweizer Franken an Fan-Investments und wird nun diesen Herbst realisiert. Das bisher investierte Geld kommt von 296 Investoren aus 18 Ländern von Kanada bis Japan. Seit es Crowdfunding gibt gelang so etwas kaum einer handvoll Filmprojekte.

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Der Film dreht sich um die weltbekannte Kinderbuchfigur Heidi, die die Schweiz mächtig auf die Schippe nimmt. Die Macher bezeichnen das Filmgenre in Analogie zum Exploitation Genre als Swissploitation. Im sonst eher humorlosen Alpenland hat das bereits für rote Köpfe gesorgt. Ein Freizeit-Drehbuchautor wurde von seinem Arbeitgeber wegen seiner Mitarbeit am Film fristlos entlassen. Ein Blick auf den Teaser zeigt, warum der Film aneckt.

 

Die Fans als treibende Kraft

 

Der Popularität des Projekts konnte das jedoch nichts anhaben. Weltweit über 40’000 Fans folgen dem Projekt auf diversen Social Media Kanälen.

 

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Einer der Produzenten ist der Finne Tero Kaukomaa, der mit den «Iron Sky»-Filmen zu den Pionieren im Crowdfinancing gehört. Für Mad Heidi wurde ein völlig neues Investment-System entwickelt, bei dem die Investoren direkt und automatisiert über ein Blockchain-gesichertes System an den Filmeinnahmen beteiligt sind. «Zum ersten Mal kann sich eine grosse Zahl von Investoren auf eine transparente und effiziente am Erfolg beteiligen», erklärt Kaukomaa.

 

Ein weiterer zentraler Baustein des Projekts ist, dass keine Filmvertriebe in der Auswertung zwischengeschaltet werden. Der Film wird direkt auf der eigenen Plattform madheidi.com herausgebracht.

 

Dass diese Strategie aufgehen kann zeigt ein Blick auf die Merchandise-Statistik: Für über 150’000 Euro wurden zusätzlich zu den Investments  T-Shirts und andere Artikel in 46 Länder verkauft. Bei einem Disney-Film wundert das kaum. Bei einem Schweizer Film macht das hellhörig.

 

«Die Fans sind unser wichtigstes Kapital. Sie multiplizieren unser Marketing und liefern einen Mehrwert, den man mit Geld nicht kaufen kann» erläutert Produzent Valentin Greutert («Paradise War»). Fans haben auch zahlreiche Möglichkeiten, an der Produktion zu teilzunehmen, so können sie z.B. Setbesuche machen oder als Statisten mitwirken.

 

Regie führen wird der junge Schweizer Regisseur Johannes Hartmann, der auch die Idee zu diesem abgedrehten Film hatte.

 

Darum geht’s im Film

 

MAD HEIDI steckt die Kultfigur Heidi in eine dystopische Schweiz, die unter die faschistische Herrschaft eines selbstherrlichen Käsemagnaten geraten ist. In der idyllischen Schweizer Bergwelt lebt Heidi wohlbehütet mit ihrem Grossvater Alpöhi, der nach Kräften versucht seine Enkelin vor den schlechten Einflüssen der Welt zu schützen. Doch Heidi will mehr, sie will leben und frei sein. Bald wird ihre Sehnsucht nach persönlicher Freiheit den Funken einer Revolution entfachen. Aus dem unschuldigen Mädchen wird eine mutige Kämpferin - entschlossen den Käse-Faschisten den Garaus zu machen.

  

Die Webseiten zum Projekt:

https://madheidi.com

https://madinvest.co

 

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